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Geeignete Lacke für den Linienzieher:
Jegliche Lacke und Farben können zum Ziehen der Linien verwendet werden. Stellen sie sicher, dass die Farbe sauber ist. Zähflüssige Farben sind zur Bearbeitung am besten geeignet.
Schnell austrocknende Materialien, wie Autolacke sind nicht besonders empfehlenswert, da sie das “Rädchen“ der Auftragevorrichtung verkleben können, was zu ungleichmäßigen Linien führen kann. Wenn jedoch solche Farben verwendet werden sollen, dann legen Sie den Gerätekopf mit den Rädchen in ein, mit entsprechender Verdünnung angefeuchtetes, Tuch, solange es nicht in Gebrauch ist. Vor der ersten Verwendung sollte immer ein Linienzug zum Testen durchgeführt werden.
Falls die Linien unterbrochen oder nicht voll sind, dann ist das verwendete Material zu zähflüssig. Wenn die Linien kleine “Läufer“ haben, dann ist es zu dünnflüssig. Im Allgemeinen ist es besser zähflüssige Farben zu verwenden. Da die Fließeigenschaften von Farben auch temperaturabhängig sind, können diese durch entsprechendes Verdünnen angepasst werden. Es gibt z.B. besondere Farben die für die Verarbeitung bei Zimmertemperatur entwickelt wurden. Wichtig ist bei der Wahl des Materials in diesem Zusammenhang auch die Dichte bzw. die Pigmentmenge die in der Farbe enthalten ist. Dies beeinflusst die Deckfähigkeiten und ist besonders bei Emulsionsfarben wichtig.
Unter bestimmten Umständen kann eine Farbe mit niedrigem Pigmentanteil einzigartige und wünschenswerte Effekte hervorbringen.
Es ist sinnvoll bei der Verarbeitung den zusätzlichen Farbbehälter bereit zu halten, um zügig weiter arbeiten zu können, wenn der erste leer wird.
Füllung:
Der “Stripemaster“ ist ein einfaches Werkzeug und benötigt keine weiteren Einstellungen. Wichtig ist bei der Befüllung, dass der Behälter bis oben hin voll ist, wenn das Gerät waagrecht verwendet werden soll. In der Waagrechten wird zum Schluss bei der Leerung des Behälters das Rädchen nicht mehr mit genügend Farbe versorgt und dann setzt die Färbung aus, obwohl noch Farbe im Behälter ist. Farbe ist entsprechend rechtzeitig aufzufüllen.
Vorbereitung der Oberfläche:
Entfernen Sie Wachs, Öl, Politur, Fettreste etc. mit einem Entfetter bevor Sie mit dem Linienziehen beginnen.
Linienqualität:
Wenn die Linien verlaufen, dann ist die Farbe zu dünn oder die Oberfläche bzw. die Umgebungstemperatur zu warm. Falls die Linien abgehackt und nicht voll werden, dann ist die Farbe zu zähflüssig oder sie trocknet für einen guten Fluss zu schnell aus. Autolacke und Deckfarben neigen zu solchen Eigenschaften.
Übung:
Wir empfehlen Ihnen mit dem Werkzeug erst auf einem flachen Papier zu üben. Arbeiten sie langsam und durchgehend in eine Richtung für einen gleichmäßigen Farbauftrag und eine ebene Linie. Sie erzielen mit einer ruhigen Freihandführung die besten Ergebnisse. Halten Sie das Werkzeug am Kopf (Griffstück) zwischen Daumen und Zeigefinger. Für enge Kurven halten Sie das Gerät aufrecht und drehen sie es zwischen dem Daumen und Zeigefinger. Es ist wichtig, dass das (oder die) Rädchen im rechten Winkel zur bearbeiteten Oberfläche steht (stehen). Darauf ist besonders bei der Verwendung von breiten und Doppelrädchen zu achten. Mit ein bisschen Übung ist das Werkzeug leicht zu handhaben. Im Falle eines “Linienfehlers“ können Sie an dieser Stelle mit einem Tuch, getränkt in der passenden Verdünnung, den Lack leicht entfernen, solange der Lack noch nicht ausgetrocknet ist.
Geschwindigkeit:
Es ist nicht wichtig das Werkzeug beim Auftragen schnell zu bewegen, es sei den Sie besitzen die Fähigkeit zügig Freihand zu zeichnen. Langsam und stetig sind die Schlüsselbegriffe. Dies ist wichtig, da Sie mit Ihrer Bewegung auch die Viskosität der Farbe mit beeinflussen. Bei langsamen Arbeiten ist zähflüssige Farbe zu empfehlen, damit diese nicht an den Zwischenräumen und dem Rädchen ausfließt. Bei zügigen Arbeiten wird ein zähfließendes Material nicht schnell genug auf die Oberfläche gelangen und somit “Lücken“ verursachen. Aus diesem Grunde müssen Sie beim Befüllen des Materials immer die Viskosität Ihrer Arbeitsgeschwindigkeit anpassen.
Techniken zum Linien ziehen:
Rechteckiges Ende („Square ends“):
Um gerade, saubere Enden bei einer Linie zu erzielen, müssen Sie je ein Stück Klebeband seitlich befestigen, dort wo Sie den Beginn bzw. das Ende der Linie wünschen. Starten und beenden Sie das Auftragen auf den Klebebändern.
Unterschiedlich dicke Linie („Tapers“):
Drehen/kippen Sie beim Linienziehen das Werkzeug langsam zur Seite und heben es dann vorsichtig während der Bewegung hoch. Sie können das Gerät nach links oder rechts kippen, und gerade oder gebogen Linien dabei ziehen.
Auslaufendes Ende („Points“):
Wie oben, nur statt das Werkzeug von der Oberfläche zu heben, müssen sie hier am Schluss stoppen und zurück fahren, dabei einwenig die Richtung ändern und das Gerät wieder in die aufrechte Position bringen.
Umranden:
Eine gute Methode um Muster, Buchstaben oder Linien mit Marker oder Farbe zu umranden ist, den Behältern fast aufrecht zu halten und mit dem Rädchen senkrecht auf dem Werkstück zu stehen. Dabei das Werkzeug langsam um die Mittelachse drehen um den Linienzieher in die neue Richtung, ohne Unterbrechung, weiter ziehen zu können.
Führung:
Um einer kleinen Vertiefung oder Erhebung bzw. Kante parallel folgen zu können und dabei eine glatte und ebene Linie zu gewährleisten, ist es ratsam den verstellbaren “Führungsstift“ zu verwenden. Passen Sie den Stift an die Entfernung vom Rand an, an der Sie die Linie ziehen möchten und drehen sie dann sanft die Schraube fest. Es wird empfohlen das Gerät ca. 30° geneigt zur Oberfläche zu halten. Für eine zweite parallele Linie, passen Sie einfach den Führungsstift dem gewünschten Abstand an die erste Linie an, und ziehen eine neue Linie. Weitere eigene Führungen oder Vorrichtungen können einfach selbst mit einem Draht hergestellt werden, bzw. Sie können auch das von uns angebotene Magnetband verwenden.
Schmale Doppellinien:
Alternativ können Linien mit geringem Abstand und geringer Breite mit den Doppelrädchen gezogen werden. Stellen Sie die Rädchen mit den passenden Abstandhaltern zusammen, wie innen in der Box aufgeklebt. Führen Sie das Werkzeug wie gewohnt. Hinweis: Es ist wichtig die Rädchen im senkrechten Winkel zur Oberfläche zu halten, um ein Anheben eines einzelnen Rädchens zu verhindern. Dies ist auf weicheren (saugfähigeren) Oberflächen, wie Holz oder Papier einfacher. Mehr Übung und Können ist bei harten Oberflächen erforderlich.
Breitere Linien:
Um breitere Linien als das gelieferte 6,4mm-Rädchen zu ziehen, einfach zwei Außenlinien auftragen und die Mitte dann mit einem Pinsel oder einem neuen Aufsatzrädchen füllen.
Magnetband-Führung:
Sind auf einem Fahrzeug oder einer metallischen Oberfläche keine Führungen (Ränder/Ecke) vorhanden denen man folgen kann, dann empfehlen wir die Verwendung unseres optionalen Magnetbandes. Messen Sie die Entfernung vom Rand oder verwenden sie eine lange gerade Kante falls notwendig um das Band auf die richtige Position zu bringen. Vor dem Linien ziehen schauen Sie der Länge nach am Band entlang um die passende Ausrichtung sicher zu stellen. Beginnen Sie mit der Einstellung des Führungsstifts (wie oben) und setzen sie dann das Werkzeug auf die Oberfläche. Der Stift zeigt dabei in die Richtung des Magnetbandes. Um zu gewährleisten, dass der Führungsstift des Geräts während der Bewegung am Magnetband bleibt, wird empfohlen, dass Sie Ihren Mittelfinger auf der Gegenseite des Bandes mit entlang gleiten lassen. Dies hält das Magnetband sanft zwischen Ihrem Finger und dem Führungsstift “eingeklemmt“ und verhindert somit das Abrutschen/Verziehen. Ein kleiner Tupfen Talkum-Puder auf Ihrem Finger ermöglicht ein besseres Gleiten am Magnetband.
Reinigen:
Schrauben Sie den Rädchenkopf herunter und tauchen Sie ihn in eine passende Verdünnung ein. Entfernen Sie jegliche Farbereste aus dem Behälter und reinigen Sie alle Komponenten gründlich mit Hilfe der mitgelieferten Bürste. Alle Komponenten abtropfen, gut trocknen lassen und wieder in die Schachtel zurücklegen.
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