Service | Inspektion | Kaufberatung | FAQ | Anleitungen
Grundierung

Eine Grundierung erfüllt in der Regel zwei Aufgaben: Einmal bildet Sie einen idealen Haftgrund für die nachfolgende Lackierung, die in den meisten Fällen direkt auf dem blanken Blech nicht besonders gut halten würde. Zum anderen haben Grundierungen gute bis sehr gute Rostschutzeigenschaften, einerseits durch eine hohe mechanische Beständigkeit (Kratzer, Schläge etc.), andererseits sind sie aber auch z.T. widerstandsfähiger gegen Feuchtigkeit als Lacke.

Den KSD Grundierfüller 400 vor allem aber Brantho Korrux nitrofest kann man als gute Universalgrundierung für alle Bereiche betrachten, da sie sich mit den heute üblichen Lacken sehr gut vertragen und einfach zu verarbeiten sind. Eine EP (=Epoxy) Grundierung, wie Ferpox oder KSD 4:1 EP-Grundierung, stellt heute in der Fahrzeuglackierung ein Standardprodukt dar, allerdings sollten nur sehr dünne Schichten aufgebracht werden die sehr gut durchtrocknen können, da es sonst Probleme bei der weiteren Lackierung mit Faltenwurf geben kann. Der Grundierfüller 400 sowie Brantho Korrux nitrofest können in dickeren Schichten auch als Füller eingesetzt werden.
Der Hauptgrund warum EP Grundierungen wie unsere kdcolor 4:1 EP-Grundierung heute gerne von Profis verwendet werden liegt in der Kombination von schneller Druchtrocknung in der Lackierkabine und relativ gutem Rostschutz sowie der Möglichkeit unterschiedliche Untergründe, wie Spachtel, Grundierung, teilweise blankes Blech oder Altlack einheitlich und zuverlässig abzudecken, um eine gute Basis für einen Lackaufbau zu haben. In der Hobbywerkstatt erfüllen diesen Zweck der KSD Grundierfüller 400 oder Brantho Korrux nitrofest ebensogut bzw. letzlich sogar besser, da deren Durchtrocknung unter Hobbybedingungen besser zu beherrschen ist.

Der zähelastische OVAGRUNDOL, bzw. Unterwasser-Primer bietet eine hohe mechanische Schutzwirkung und eignet sich hervorragend für den Unterboden und Achsteile, ist aber nicht direkt mit Acryl-Lacken überlackierbar. Geeignete Lacke sind vor allem der KSD Chassislack O.H., aber auch normaler Unterbodenschutz wie z.B. Over 4SP.

Eine Sonderstellung nehmen POR15, KBS Coatings und Brantho Korrux 3in1 ein. Diese Lacke sind in vielen Fällen als Grundierung und Decklack gleichzeitig einsetztbar, was z.B. an Achsteilen, Motorhaltern und ähnlichem sehr angenehm ist. Nachteil ist: sie lassen sich nicht oder nur sehr schwer schleifen und sind somt kein idealer Untergund unter einer perfekten Autolackierung.
Die POR 15 Rostverhütungslacke und KBS Coatings werden sehr zäh-hart und benötigen keinen weiteren Anstrich, sofern sie nicht direktem UV-Licht ausgesetzt werden. POR 15 und KBS Rust Seal sind, da mit allen üblichen Lacken überlackierbar, in der Regel sehr universell einsetzbar und bietet eine extrem gute Schutzwirkung. Die Lacke sollte aber nur auf überwiegend blankes Metall aufgetragen werden, da es sonst dazu führen kann, dass die Beschichtung wie eine Folie abziehbar ist. Außerdem ist die vorherige Verwendung von Marine-Clean / Aqua Clean und Metal-Ready / Rust-Blast absolut ratsam. Somit sind diese Systeme relativ kompliziert in der Anwendung und aufgrund der eventuell schlechten Anhaftung nicht für jeden Anwender, jede Anwendung geeignet.

Annähernd Ähnliches läst sich auch über die Stabilität von Brantho-Korrux 3in1 sagen, hier ist die Untergrundvorbereitung längst nicht so aufwändig wie bei POR15 oder KBS. Dadurch ist Brantho Korrux 3in1 sehr universell und narrensicher in der Verwendung. Leider behält eine gepinselte Oberfläche Pinselstriche zurück, sodass in optisch anspruchsvollen Bereichen immer mit der Rolle oder der Pistole gearbeitet werden muss. Da auch Brantho-Korrux nicht zwingend überlackiert werden muss, eignet es sich auch hervorragend als Chassislack, daher finden Sie dieses System bei „Unterbodenschutz / Chassislacke“.

Ob eine Grundierung 1 oder 2-komponentig (1-K, 2-K) ist, spielt für die reine Produktqualität keine Rolle, dies hat nur Einfluss auf die theoretische Trocknungszeit. Grundsätzlich sollte eine Grundierung gut durchgetrocknet sein, bevor ein Lack aufgetragen wird um ein nachträgliches Setzen und Unverträglichkeiten zu vermeiden. Bei der Lackierung mit einem Autolack bedeutet das i.d.R. eine Trocknungszeit von einer guten Woche bei ca. 20°C (!).

Gelegentlich wird eine Grundierung aber auch eingesetzt um eventuell vorhandenen Unverträglichkeiten zwischen zwei Lacksystemen zu entgegnen. Hierfür ist z.B. Owatrol CIP, Brantho Korrux "nitrofest" und bedingt kdcolor Grundierfüller 400 geeignet.

 
Zurück
Lieferbedingungen | Impressum | Mail | Shop