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Hohlraumpistolen
   
Der Kauf einer Hohlraumpistole sollte gut überlegt werden, da nicht jede Ausführung für alle Zwecke geeignet ist.

Eine Druckbecherpistole (Pistolen "Ben", "Big-Ben" oder "Tower") ist vom Prinzip her das beste "Werkzeug". Egal welches Material (dick- oder dünnflüssig) Sie verarbeiten, der Druck mit dem es aus der Düse kommt ist immer gleich dem, der auf den Becher wirkt. Somit ist ein gleichmäßiger Sprühnebel an der Düse auch bei langen Sonden gesichert.

Mit einer Druckbecherpistole können alle unsere Hohlraumversiegelungen verarbeitet werden, gerade auch für das "Mike Sanders Korrosionsschutzfett" ist eine Druckbecherpistole die einzig vernünftige Wahl.

Auch alle anderen gängigen Produkte sind mit diesem Pistolenprinzip zu verarbeiten, z.B. auch Unterbodenschutz, wie Over4SP, UBS220 oder Perma-Film.

Ein weiterer Vorteil einer Druckbecherpistole sind die relativ dünnen Sonden mit 6mm Durchmesser und die große mögliche Länge (lieferbar ab Lager bis 150cm Länge). Außerdem sind die Düsen deutlich feiner gearbeitet als bei einfachen Pistolen und zerstäuben dadurch einen gleichmäßigen feinen Nebel rundum.

 

Wesentlich preiswerter sind Hohlraumpistolen nach dem Saugbecherprinzip ("Underground", "Inside" und "Allrounder"). Hier wird das Material durch Unterdruck aus dem Becher herausgesaugt; dies geht bei dünnflüssigem Material (z.B. Fertan) leichter als bei dickflüssigem (z.B. Wachs/Fett etc.). Bei der Verarbeitungsqualität des Materials kommt es daher sehr auf die Ausführung der Sonde an:

Hat man eine einfache Sonde, wie sie als Zubehör für die Pistole "Underground" lieferbar ist, so muss diese relativ dick sein, damit sich dem durchströmenden Luft-Material-Gemisch kein großer Widerstand entgegensetzt. Je dünner die Sonde, bzw. je dickflüssiger das Material ist, umso weniger Material wird gefördert. Das kann dazu führen, dass an der Düse keine Rundumzerstäubung zustande kommt (das Material tropft nur heraus) oder die Sonde verstopft und der Druck geht auf die Dose (Dose kann dann platzen).
-> Eine einfache Sonde ist daher für Hohlraumschutz nicht geeignet, wohl aber zum Spülen mit Wasser oder Fertan.
Eine zweifach geführte Sonde wie bei den Pistolen "Inside" oder "Allrounder" macht die Verarbeitung von Hohlraumwachs und Fluid-Film Liq.A jedoch auch mit einer Saugbecherpistole möglich (Mike Sanders Fett geht nur sehr bedingt, das hängt auch von der Außentemperatur und dem Kompressor ab, und ist nicht wirklich zu empfehlen). Bei dieser Pistole wird die Ansaugluft bis zur Düse getrennt vom Material geführt. Erst hier findet der Ansaugvorgang statt und das Material strömt zusammen mit der Luft optimal zerstäubt direkt aus der Düse. Die Sondenlänge ist bei einer Saugbecherpistole im Gegensatz zur Druckbecherpistole auf ca. 750 mm begrenzt, was die Arbeiten etwas einschränken kann. /div>

 
Eine ausreichend starke elektrische Pistole wie unsere WAGNER W180P kann eine Druckbecherpistole ganz gut ersetzen. Hier müssen Sie vor allem Einschränkungen bei der Fördermenge, also der Arbeitsgeschwindigkeit machen, aber auch die Zerstäubung ist etwas eingeschränkt: Das Material zerstäubt nicht so weit und so fein, wie bei einer Druckbecherpistole.
TIP: Zum üben, wie schnell eine Hohlraumsonde durch einen Hohlraum gezogen werden muss, können Sie sich auch ein „Hohlprofil“ aus einem Pappkarton „basteln“: Nehmen Sie ein ca. 50 x 25 cm großes Pappstück und knicken es 2x der Länge nach, sodass ein 50 cm langes Profil mit dreieckigen Querschnitt entsteht. In diesen übungshohlraum sprühen Sie jetzt Wasser mit der Hohlraumpistole und können die beste Arbeitsgeschwindigkeit für ein optimales Ergebnis ausprobieren (ist die Pappe nur stellenweise nass, waren Sie zu schnell; ist sie dagegen völlig durchnässt, waren Sie zu langsam).
 
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