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Zink als Rostschutz

Das verzinken von Metall bringt einen sehr guten Rostschutz, allerdings ist die langfristige Wirkung auch von der Art der Verzinkung und der nachfolgenden Schutzschichten abhängig.

Zink ist in der physikalischen Spannungsreihe das unedlere Metall. Wenn nun die beiden Metall zusammen sind und Wasser kommt dazu, dann beginnt zwischen den Metallen ein Strom zu fließen, vom unedlen zum edleren Metall, dabei löst sich das unedle Metall, in unserem Fall das Zink nach und nach auf, opfert sich sozusagen der Korrosion und Rost kann vorerst nicht entstehen.

Es gibt unterschiedliche Verfahren beim Verzinken, mit diversen Vor- und Nachteilen.

Zinkstaubfarben, also eine Farbe mit Zinkanteilen.
Zinkstaubfarben oder Zinksprays sind die einfachste Methode Zink auf einem Metall aufzutragen, da sie einfach nur gestrichen werden müssen. Da allerdings der reine Zinkstaub nicht halten würde packt man diesen in Bindemittel eine Art „Klebemasse“ also Lackanteile ein. Dadurch trägt man also kein reines Zink auf, was die Rostschutzwirkung schmälert, da der Stromfluss erst dann zustande kommt, wenn die Farbschicht leicht beschädigt ist (durch einen Kratzer oder Bewitterung) und die Zinkpartikel „frei“ liegen. Grundsätzlich haben Zinkstaubfarben nur dann überhaupt eine Wirkung, wenn der Zinkanteil mindestens 92% beträgt.
Neben der nicht 100%-igen Rostschutzwirkung, kann es auch zu Haftungsproblemen bei der nachfolgenden Lackierung kommen: Zinksprays und auch einige „offene“ Zinkfarben aus der Dose (zum Streichen oder Lackieren) halten in sich relativ schlecht, was dazu führt, dass die Zinkschicht sich in sich trennt und teilweise mit dem Decklack abblättert, teils noch (ohne Lack) auf dem Blech zurück bleibt – dabei kann aber auch die Schichtstärke eine Rolle spielen, da dieses Phänomen nicht zwangsläufig auftritt. Bei Zinkstaubfarben sollten Sie also immer auf bewährte Produkte zurückgreifen, die auch zusammen mit einem 2-K-Autoacryllack einsetzbar sind.
Eine Sonderstellung nimmt hier unser Zinga-Flüssigzink ein. Zinga ist eine Kaltverzinkung, die wie eine Farbe aufgetragen wird, allerdings tragen Sie mit Zinga 96% reines Zink in einem speziellen Bindemittel auf, welches die Wirkung der Verzinkung unterstützt (und nicht wie bei Zinkstaubfarben unterbindet). Dadurch kann man diese Verzinkung in Ihrer Schutzwirkung mit einer Feuerverzinkung glechsetzen. Zinga ist problemlos überlackierbar.

Verzinken im Tauchbad.
Dieses verfahren wird im Allgemeinen für Stahlkonstruktionen (Geländer, Treppenstufen etc.) eingesetzt. Hierbei werden die Metallteile in ein Bad mit heißem flüssigem Zink getaucht.
Der Nachteil bei diesem Verfahren ist, dass sich empfindliche Teile durch die Wärme verziehen können. Auch sind solche Teile nicht unproblematisch beim Lackieren.

Galvanisches Verzinken.
Auch hier wird im Bad verzinkt, allerdings nutz man hier das elektrolytische Verfahren, ähnlich wie bei unserem E-Zinc-Gerät. Dieses Verfahren wird hauptsächlich bei Kleinteilen eingesetzt und man arbeitet selten mit reinem Zink, häufig haben solche Teile einen gelblichen Farbton. Den Nachteil des Wärmeverzugs gibt es hier nicht, allerdings sind auch solche Teile nicht ohne weiteres lackierbar.
Da bei unserem E-Zinc-Verfahren mit reinem Zink gearbeitet wird und auch die Elektrolytlösung rückstandslos abgewaschen werden kann, können mit E-Zinc behandelte Bereiche sehr gut lackiert werden.

Flammspritzverzinken.
Auch hier wird mit reinem Zink gearbeitet. Ein Zinkdraht wird in einer Pistole, ähnlich einer Lackierpistole, erhitzt und verflüssigt. Das flüssige heiße Zink wird dann auf das Metall versprüht. Auch hier kann es zu Hitzeverzug kommen, daher ist dieses Verfahren auch nur an stabilen/verwindungsfreien Teilen geeignet. Die Überlackierbarkeit ist, wie beim E-Zinc, sehr gut.

Alle Verfahren haben gemeinsam, dass Sie nur auf blankem und rostfreiem Metall wirken können.
Bei einem Kraftfahrzeug läst man Metalle selten blank, also ohne weitere Lackierung. Das bedeutet, dass die Schutzwirkung der Verzinkung erst dann zum Tragen kommt, wenn der Decklack beschädigt ist und das verzinkte Metall direkt Kontakt zum Wasser hat. Solange die Deckschicht intakt ist, ist das Zink sozusagen „wirkungslos“. Das wiederum bedeutet andererseits aber auch, dass eine Verzinkung durch einen stabilen Deckanstrich durchaus ersetzbar ist. Z.B. ist es möglich mit Brantho Korrux oder POR15 in mechanisch belasteten Bereichen, oder einem regelmäßig gepflegten Lack auf der Karosserie, in der Praxis die gleiche Schutzwirkung zu erzielen, so dass der eventuell große Aufwand für eine Verzinkung nicht unbedingt zwingend erforderlich ist.

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