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Anleitung zum einfachen Aufarbeiten rostiger Achsteile. Auch für Unterböden und Radhäuser u.Ä. geeignet

Anwendungsbeispiel

Nach vielen Jahren Alltagsverkehr sehen Achs- und Lenkungsteile oft nicht mehr sehr ansehnlich aus. Teilweise ist der ursprüngliche Lack abgeplatzt und einige Roststellen zeigen sich selbstverständlich auch schon. Prinzipiell sind die Teile technisch oft noch in Ordnung, sodass eine komplette Restaurierung nicht gerechtfertigt ist, aber ein ordentliches Aussehen ist doch wünschenswert.






Mit Hilfe von Owatrol-Öl basierenden Produkten kann mit einfachen Mitteln eine haltbare und vor allem ansehnliche neue Lackierung aufgebracht werden.

Zunächst sollte man mit einem Silikonentferner, Bremsenreiniger oder ähnlichem, Dreck und Öl entfernen. Das schafft nicht nur die gute Basis für die spätere Lackierung, sondern bringt auch einen genauen Überblick über den tatsächlichen Zustand.




Im zweiten Schritt entfernt man mit einer Drahtbürste den losen Altlack und Rostschuppen, am sichersten geht das mit einer Handdrahtbürste. Die gezopfte Drahtbüste auf dem Winkelschleifer oder der Bohrmaschine ist zwar verlockend, entfernt für unseren Zweck aber zu viel Rost. Außerdem kann es durch die hohe Rotationsgeschwindigkeit passieren, dass der Rost aufgrund der dabei entstehenden Hitze schmilzt und zu einer vermeintlich rostfreien schwarz silber glänzenden Oberfläche verschmiert. Wenn man nicht viel Erfahrung mit Rost hat, fällt es schwer diese Oberfläche von einer tatsächlich rostfreien zu unterscheiden. In so einem Fall beisst sich jeder Rostumwandler die Zähne aus, da ein Eindringen in die Roststruktur unmöglich ist. Wird dennoch mit der rotierenden Bürste entrostet, sollte im Anschluss auf jeden Fall mit grobem (80er oder 120er) Schleifpapier getestet werden, ob sich die Oberfläche öffnen lässt und doch noch Rost auf dem Metall zu finden ist.
Eventuell sollte man anschließend nochmals entfetten.

Auf die nun von grobem Rost befreiten Achsteile trägt man mit dem Pinsel (oder aus der Spraydose) Owatrol Öl auf. Owatrol Öl kann tief in den Rost vordringen und verdrängt dort die Rostverursacher Luft und Feuchtigkeit. Innerhalb von 1-12 Stunden muss man in der Regel 1-3 Anstriche aufbringen um den Rost zu sättigen. Das ist ähnlich wie beim Lasieren von Holz, solange der Untergrund noch saugt und das Owatrol Öl noch flüssig ist gibt man eine weitere Schicht oben auf. Erst wenn ein hauchdünner leicht glänzender Film auf der Ober- fläche stehen bleibt, ist der rostige Untergrund gesättigt (Bild 4: links gesättigt, rechts noch unbehandelt). Die Besonderheit von Owatrol Öl ist, dass es nach ca. 1-2 Tagen zu einer nicht klebrigen trockenen lackartigen Schicht aushärtet. Diese Eigenschaft kann man optimal nutzen um weitere Lacke aufzutragen.

Wenn es eilig ist und es auf Stabilität gegen Steinschlag nicht so ankommt, kann man den Schritt mit der Grundierung überspringen und gleich lackieren. Soll die Beschich-tung aber robust und gut widerstandsfähig werden, ist das Auftragen von 2-3 Schich-ten Ovagrundol als stabile Basis sehr sinnvoll. Zwischen den einzelnen Schichten sollten 24 Stunden oder länger Trocknungszeit liegen. Ovagrundol hat aufgrund seiner Kautschuk- und Owatrolbasis eine langanhaltend gute Elastizität und somit eine ordentliche Steinschlagbeständigkeit.

Der alusilberne Farbton der Grundierung ist sogar sehr ansehnlich, wem das gefällt der kann es so belassen, es sollten aber mindestens 3-4 Schichten aufgetragen werden. Ein weiterer darauffolgender Schutz ist dann nicht nötig. 100% Rostschutz ist mit Ovagrundol allein schon gegeben.

Meistens sollen Achsen und Lenkungsteile allerdings schwarz sein, deshalb haben wir hier noch 1-2 Schichten Chassislack O.H. aufgetragen, auch jeweils mit mindestens 24 Stunden Zwischentrocknungszeit. Der Chassislack O.H. enthält wie Ovagrundol auch Owatrol Öl. Durch diesen Ölanteil bleiben die Lacke dauerhaft elastisch, vor allem aber verlaufen die aufge- tragenen Schichten, einschließlich dem Roststopper Owatrol Öl und der Grundierung absolut glatt und ohne Pinselstriche. Die Oberfläche sieht also aus wie perfekt lackiert. Im gezeigten Beispiel wurde alles ausschließlich mit einem Pinsel aufgetragen.




Auch wenn die Beschichtung oberflächlich relativ schnell trocken und stabil wird, die komplette Durchtrocknung und richtig feste Anbindung an das Metall kann ein paar Wochen dauern. In der Anfangszeit sollte man also noch etwas vorsichtig an der Oberfläche hantieren.

Chassislack O.H. ist in einigen Standardfarbtönen sofort ab Lager lieferbar, mit ca. 3-4 Tagen Lieferzeit können wir nahezu jeden RAL-Farbton anbieten.



Das hier gezeigte Anwendungsbeispiel eignet sich nicht nur für Achsteile etc., es kann genauso gut für den kompletten Fahrzeug- boden, den Innenraum sowie für die Radhäuser eingesetzt werden. Diese Kombination eignet sich auch sehr gut um Anhänger, LKW, Traktoren, Container, Geräte, Maschinen und vieles mehr auf relativ einfache Weise gut und schön zu lackieren.