KSD® Rostschutzfinder

Auswahlkriterien für den passenden Holraumschutz

Ein Hohlraumschutz sollte immer den vorhandenen Gegebenheiten und den persönlichen Wünschen angepasst werden. Die primäre Frage ist die nach dem Grad der Verrostung, die sekundäre die nach einer dauerhaften Kriechwirkung.
Bei Rostansatz muss die Versiegelung aktiv Korrosion stoppen können, eine dauerhafte Kriechwirkung ist generell vorteilhaft um sicher zu stellen das auch entlegene Bereiche gründlich versiegelt werden. Andererseits kann ein andauernd kriechendes Produkt in manchen Bereichen störend sein, da es je nach Gegebenheiten z.B. Innenverkleidungen verunreinigen könnte.

Generell ist das Mike Sanders Korrosionsschutzfett, trotz der etwas aufwendigen Verarbeitung, der Hohlraumschutz mit den besten „Allround-Eigenschaften“: es ist langzeitaktiv, rosthemmend und ausreichend dick auftragbar, sodass man in der Regel die Hohlraumversiegelung nicht pflegen oder ausbessern muss. Das Auslaufen im Sommer hält sich zu mindest beim Einbringen normaler Mengen in überschaubaren Grenzen, sodass dieser Punkt kein Problem darstellen sollte.

Das Fluid-Film Rostschutz- & Kriechöl lässt sich einfach verarbeiten, und ist auch noch bei starkem und sehr starkem Rost wirksam. Durch die schnellere und stärkere Kriechwirkung schafft es Fluid-Film auch bei sehr schlechten Hohlräumen noch, den Rost zuverlässig zu durchdringen und zu stoppen. Da beim Mike Sander Fett die Kriechwirkung nur im Sommer stattfindet, kann es sein, dass sich starker Rost in der restlichen Jahreszeit schneller ausbreitet als ihn das Fett stoppen kann. Als nachteilig am Fluid-Film kann man das etwas stärkere Ausschwitzen empfinden und die Tatsache, dass die Versiegelung je nach Fahrzeugnutzung ca. alle 4 Jahre nachgearbeitet werden sollte.

Eine sehr gute Alternative ist das neuartige KSD Kaltfett, die KSD Hohlraumkonservierung EF. Es verbindet eine sehr einfache Verarbeitung mit einer langanhaltenden und ähnlichen Schutzwirkung wie man sie von Korrosionsschutzfetten kennt, ohne dabei bei sommerlicher Hitze auszulaufen. Das Kaltfett verteilt sich bei der Verarbeitung sehr gut und homogen im Hohlraum und dringt zuverlässig in Blechüberlappungen ein. Gleichzeitig bleibt es sehr stabil und tropft später nicht aus.

 

Wenn Sie Wert auf einen "trockenen", sauberen, langfristig nicht kriechenden Hohlraumschutz legen, das ist z.B. in Hauben, den oberen Türkanten und im Dachbereich angenehm, dann eignen sich Hohlraumwachse am besten, da sie nach einer Trocknungszeit von ca. 24 Stunden nicht mehr weiter wandern. Je nach Einsatzgebiet, vorhandenem Rost und benötigter Kriechwirkung kann man hier zwischen verschiedenen Varianten wählen. Starken Rost sollte man Wachsversiegelungen allerdings nicht zumuten.

Elaskon K60ML: ein starkes Kombiwachs mit einem guten Anteil roststoppenden Öls. Elaskon K60ML verfügt über eine sehr gute Verteilung und leicht roststoppende Eigenschaften im Hohlraum. Es siegelt mit wenig Aufwand minimal klebrig und widerstandsfähig ab.

Zweischichtverfahren wie Dinitrol ML + 3125, und Fertan Prewax + HT Wachs. Dinitrol ("Tuff Kote Dinol") bietet mit dem Produkt ML ein Öl-Wachsgemisch für starke Kriechwirkung in Spalten und leichten roststoppenden Eigenschaften. Für die langfristige Witterungsbeständigkeit folgt im zweiten Schritt die zähe Versiegelung mit 3125.
Ähnlich funktioniert die Kombination Fertan Prewax + HT Wachs. Allerdings verzichtet Prewax auf roststoppende Eigenschaften und bietet nach der Behandlung mit Fertan Rostumwandler eine gute Durchdringung von Falzen. Das HT Wachs siegelt dann klebfrei obenauf ab.

Alternativlösungen: Auch Owatrol Öl kann als Hohlraumversiegelung eingesetzt werden, allerdings sollte dies alle 1-3 Jahre wiederholt werden, da Owatrol allein (ohne weitere Beschichtung) einerseits nicht sehr witterungsfest ist und relativ schnell „dünn“ wird, andererseits löst das Öl Rostschuppen, die unter Umständen blankes Blech freigeben können. Owatrol kann auch in Kombination mit den Hohlraumwachsen eingesetzt werden. Das bietet den Vorteil, dass man zuerst mit dem Öl in alle Ritzen kommt und Rost gut stoppen kann, und dann eine witterungsbeständige Schicht mit einem unserer Wachse auftragen kann. Ideal ist es zwei mal im Abstand von 1-2 Jahren mit Owatrol Öl zu arbeiten und dann ca. 2 Tage nach Austrocknen der zweiten Schicht das Hohlraumwachs einbringt. Für welches man sich entscheidet ist prinzipiell egal. Elaskon bleibt am weichesten, HT Wachs oberflächlich am trockensten und 3125 hat die satteste Schicht.

Hohlraumversiegelungen sind z.T. auch mischbar: Z.B. können Fluid-Film oder Owatrol direkt mit HT-Hohlraumwachs im beliebigen Verhältnis gemischt werden. Dadurch erhöht sich die Kriechwirkung des Wachses, bei Fluid-Film dauerhaft, bei Owatrol nur während der Trocknungsphase, bzw. andersherum betrachtet sind höhere Schichtstärken auftragbar, als beim reinen Öl.

Auch lässt sich Fluid-Film nach maximal ca. 1-3 Jahren mit Mike Sander´s Korrosionsschutzfett überarbeiten, um z.B. starken Rost vorerst zuverlässig zu stoppen, langfristig aber die häufig nötige Auffrischung (bei der Verwendung von Fluid-Film allein) zu vermeiden.

Hier können Sie eine Anleitung zur Hohlraumkonservierung im pdf-Format herunterladen.

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